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Freitag, 5. März 2010 - Mitteilung

 

Konfirmandenarbeit - Brücken bauen

Liebe Leserin,
lieber Leser

Cyril Schmitt, Pfarrer
Gabriela Waldis, Jugendarbeiterin
Christian Baumgartner, Jugendarbeiter

 

 

Die Konfirmation ist ein Brauch, den die reformierte Kirche seit der Einführung von Martin Bucer im 16. Jahrhundert pflegt. Als religiöser Übergangsritus hat sie sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert – so auch in den letzten Jahren in unserer Kirchgemeinde in Rapperswil-Jona.

Konfirmation und ihre Bedeutung
„Für mich ist es vor allem ein grosses Familienfest.“ „Am meisten freue ich mich darauf, einen eigenen Gottesdienst zu gestalten mit meinen Kolleginnen und Kollegen.“ So oder ähnlich tönt es auf die Frage, was den Jugendlichen die Konfirmation bedeute.
Für uns stehen bei der Konfirmation zwei „Brücken“-Bedeutungen im Vordergrund: einerseits der Abschluss der obligatorischen Unterrichtszeit und Eintritt ins kirchliche Erwachsenenleben. Noch wichtiger scheint uns aber die persönliche Bestätigung der Taufe und damit verbunden, ein bewusstes Ja zum kirchlichen Glauben und zur reformierten Kirchenzugehörigkeit.

Entwicklung im Konfirmationsunterricht
Es ist noch nicht lange her, da war der Konfirmationsunterricht – wie der Name sagt – als Unterricht gestaltet. Seit einiger Zeit erproben etliche Kirchgemeinden in verschiedenen Kantonen neue Modelle. In Rapperswil-Jona wird im Winter der ordentliche Unterricht durch eine dreimonatige Pause unterbrochen. In dieser Zeit besuchen die KonfirmandInnen stattdessen ausgewählte Modul(halb-)tage, während denen ein Schwerpunktthema auf kreative Art und Weise vertieft wird. Den Teilnehmenden wird so ein Programm geboten, welches sie nicht nur „konsumieren“ lässt, sondern wo ihre aktive Beteiligung gefragt ist. Sie sammeln Erfahrungen, analysieren und werten aus, entwickeln Persönlichkeit und soziale Kompetenzen. Folgend eine Auswahl der angebotenen Module.

Einblick in einige Konfmodule

Handymodul – Brücke zwischen Generationen
Grossen Anklang fand das auf dieses Jahr neu lancierte Modul, in dem Konfirmanden älteren Menschen das Handy und ihren Gebrauch näher brachten. Co-Leiter, Sozialdiakon Christopher Wellauer meinte dazu: „Schon die Vorbereitung mit den Konfirmanden war ein besonderes Erlebnis.“ Engagiert setzten sie sich mit ihrer Rolle als „Lehrpersonen“ auseinander. Dass diese jungen Menschen diese Aufgabe ernst nahmen, wurde am Kursnachmittag deutlich. Engagiert und geduldig erklärten sie ihren „Schülern“ den Umgang mit dem Handy. Die Begegnung der Generationen erfolgte auf ungezwungene Weise und hat Jung und Alt in ihrem Selbstwertgefühl und dem gegenseitigen Respekt gestärkt.“

Begegnung mit Flüchtlingen – Brücke zu „Fremden“
Flüchtlinge sind ein aktuelles Thema. Doch wer ist ein Flüchtling, was haben Flüchtlinge erlebt und wie geht die Schweiz mit Flüchtlingen um? Diesen Fragestellungen stellen sich die Teilnehmenden in diesem Modul, welches in Zusammenarbeit mit dem Verein „Schweizerische Flüchtlingshilfe“ durchgeführt wurde. Neben dem spielerischen Durchleben einer Fluchtsituation, wobei alle in die Rolle von Flüchtlingen schlüpfen, stehen thematische Workshops und die Begegnung mit in der Schweiz lebenden Flüchtlingen im Zentrum. Ihre eindrücklichen Geschichten helfen Brücken zu schlagen.

Rosenverkauf – Brücke zwischen Welten
Im diesen Modul lernen die Jugendlichen Zusammenhänge zwischen dem Handeln einzelner Markteilnehmer, sowie deren Auswirkung auf den globalen Markt kennen. Durch den Verkauf von Rosen zugunsten ausgewählter Projekte von „Brot für Alle“ wird ein Beitrag geleistet, damit Menschen auch an anderen Orten ein Leben in Würde haben. Es wird eine unsichtbare aber doch wirkungsvolle Brücke zu Menschen geschlagen, deren Lebenssituation sich unter anderem auch durch unsere westliche Marktpolitik drastisch verschlechtert hat.

Liebe Leserin, lieber Leser, bauen auch sie Brücken! Kommen sie zum Beispiel am
Samstag, 13. März 2010
im Laufe der Vormittages entweder beim Sonnenhof oder dann bei der Migros in Jona vorbei und kaufen sie eine oder mehrere Rosen. So helfen sie mit, tragfähige Brücken zwischen Menschen unserer Gemeinde und darüber hinaus zu bauen!

 

Pfarrer Cyril Schmitt

Pfarrer Cyril Schmitt

Gabriela Waldis, Jugendarbeiterin

Gabriela Waldis, Jugendarbeiterin

Christian Baumgartner, Jugendarbeiter

Christian Baumgartner, Jugendarbeiter